Die Schatztruhe

 

 

Die Geschichte des Striezels, des original Dresdner Christstollens

Die Geschichte des Dresdner Christstollens reicht bis in das Jahr 1400 zurück. Damals wurde der Stollen, als sinnbildliche
Darstellung eines in weiße Windeln gewickelten Christkindes, Striezel genannt. Jenes traditionsreiche Gebäck gab so dem
Dresdner Striezelmarkt, der erstmals 1434 in der Stadtchronik erwähnt wurde, seinen Namen. Nach kirchlichem Dogma
durfte damals der Dresdner Christstollen nur aus Mehl, Hefe und Wasser hergestellt werden.

Kurfürst Ernst zu Wittenberg bat Papst Innozenz VIII "das Butterverbot" während der Fastenzeit aufzuheben. Der Papst
sandte den so genannten "Butterbrief" in welchem festgelegt wurde, das bei Zahlung einer Buse "mit gutem Gewissen
und Gottes Segen" Milch und Butter verwendet werden durften. Seither verfeinerten die Bäckermeister den Stollen immer mehr.

Ab 1560 übergaben die Dresdner Bäckermeister ihrem Landesherrn zum heiligen Fest einen 36 Pfund schweren Stollen.
Anlässlich des Zeithainer Lustlagers 1730, ließ August der Starke einen 1.8 Tonnen schweren Stollen backen, welcher
für 24000 Gäste reichte. Die Tradition des Riesenstollen wurde 1993 wiederbelebt, mittlerweile ist er bis zu
4 Tonnen schwer und wird von 80 Bäckern in Stollenplatten gebacken.